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at the menue bar.
Bondage ist für viele Menschen einfach nur fixieren. Seile oder Ketten, vielleicht Manschetten, die dazu da sind um Kontrolle über jemanden auszuüben. Wenn man sich aber intensiver mit dem Thema in Praxis beschäftigt, merkt schnell, dass das Konzept noch tiefer geht. Bondage bietet einen Weg an, gemeinsam in Verbindung zu treten, sich gegenüber intim zu begegnen, die Kommunikation zu vertiefen und die Persönlichkeit weiterzuentwickeln.
In diesem Beitrag möchte ich mich besonders auf japanisches Seilbondage, Shibari, beziehen und warum ich mich auch als dominanter Part in Seile legen lassen.
Auch wenn ich es schon einige Jahre lang aktiv und passiv erlebe, gibt es immer neue Aspekte dieser Kunst. Die unterschiedlichen Stile, Materialien, Körper und Emotionen erlauben, dass die Sessions individuell sind, kein Moment gleicht dem anderen. Jeder Lehrer bringt dir neue Facetten hinter den Knoten bei.
Daher ist es fördernd, wenn man mit KollegInnen übt. Zu zweit oder in Gruppen teilen wir Techniken, sprechen Fehler an und bieten uns einen sicheren Raum, in dem das Ego nicht im Vordergrund steht. Das gemeinsame Lernen nimmt den Druck des Perfektionismus und gibt Selbstvertrauen und Sicherheit für die Sessions mit Gästen. Man ist nicht allein auf seinem Lernweg, egal welches Level und welche Erfahrungen man mit sich bringt.
Wir schaffen Verbindung nicht nur durch die Seile sondern durch den Moment des gemeinsamen studieren.
Dominanz wird oft mit Kontrolle und Macht gleich gesetzt. Dahinter stecken aber auch Verantwortung, Hingabe, Klarheit, Empathie und Lust.
Ich möchte mich in meine Bunnys hineinversetzen können.
Ich möchte meinen Führungsstil reflektieren, meine Sensibilität schärfen, meine Kommunikation verbessern, und wann ich vielleicht doch noch besser zuhören könnte. Das alles möchte ich ohne einen erhöhten Leistungsdruck spüren.
Wenn ich mich selbst an die Stelle meiner Subs und Ropebunnys begebe, erlaube ich mir ihre Seite kennenzulernen. Durch das sichere Umfeld im Atrium und mit meinen dominanten KollegInnen darf ich mich selbst fallen lassen, Fragen stellen und lernen, ohne dass ich mir meine Dominanz absprechen lasse.
Wenn ich mich fesseln lasse, passiert etwas, was schwer in wenige Worte zu fassen ist.
Der Sturm in meinem Kopf wird leise.
Mein Körper schwer und ruhig, ich erlaube mir loszulassen.
Ich gebe mich bewusst in die Hände und Seile einer anderen Person.
Und lasse die wachen Blicke der anderen Menschen ungehindert auf mir ruhen.
Achtsam folgen sie den Händen meiner Kollegin, den Seilen um meinen Körper und ihrer Erklärung.
Meine Leistung besteht im Atmen, Fühlen und Feedback geben. Ich bin präsent und keinesfalls passiv in der Übung.
Als Bondagemodel mit Kollegen zu lernen ist für mich keine Erniedrigung oder Einschränkng meiner Dominanz. Es ist ein Akt des Vertrauens. Meine Verletzlichkeit macht mich zu einer besseren und Empathischen Domina.
Vielen Dank an meine tolle Kollegin Koto für diese Lektion
Und hier Infos für die Meisterin des Fesselns und Shibari, Mistress Koto.
Sie ist auf den Bildern neben Megan abgebildet.